Dauerkarten S3 – Saison 2026/2027

Der KSC hat letzte Woche eine E-Mail mit Infos sowie den (neuen) Vergabekriterien für die Dauerkarten auf der Gegengerade für die Saison 2026/2027 verschickt.

Der Block S3 wird – wie bisher – weiterhin von uns verwaltet und ist exklusiv für Supporters-Mitglieder reserviert.

Aktuell ist der Block komplett ausgebucht. Wie sich die Situation für die neue Saison 2026/2027 entwickelt, hängt davon ab, wie viele Kündigungen oder Wechselwünsche noch eingehen. Die aktuellen Dauerkarteninhaber haben dafür bis zum 30.05.2026 Zeit. Dies dauert also noch etwas.

Deshalb können wir aktuell noch nicht sagen, ob es überhaupt einen Verkauf für die neue Saison geben wird.

Sobald die Kündigungsfrist vorbei ist, melden wir uns wieder bei euch und geben Bescheid, wie der weitere Verlauf ist und – falls es einen Verkauf gibt – wie das Prozedere aussehen wird.

Bitte beachten:
– Wir führen keine Warteliste!
– Bei Fragen könnt ihr euch jederzeit bei uns melden.

Fankolumne – Heimspiel gegen Fürth

Als ich gefragt wurde, ob ich eine Kolumne zum nächsten Heimspiel schreibe, habe ich natürlich sofort zugesagt. Wie so oft ohne eine konkrete Idee, was ich denn eigentlich schreiben werde.

Gegen wen spielen wir? Fürth? Ja, okay. Wisst ihr auf die Schnelle, wie viele KSC-Spiele ihr gegen Fürth gesehen habt? Ich habe versucht mich zu erinnern, zweistellig ist es sicher. Im nächsten Moment verunsichern mich meine Gedächtnislücken – sind die Stadionbiere oder das zunehmende Alter Schuld daran, dass ich die Spiele nicht mehr alle zusammen bekomme?

Immer wenn das Schicksal die Franken und uns am 34. Spieltag zusammenbrachte, waren da große Momente: Bruno Labbadia schießt uns im letzten Einsatz seiner Karriere zum Klassenerhalt 2003. Oder denken wir an den letzten Zweitligatanz 2007 im Playmobilstadion, nach dem es im Anschluss zurück nach Karlsruhe zum Aufstieg feiern auf dem Marktplatz ging. Und natürlich der Klassenerhalt 2020 vor leeren Rängen in der Corona-Saison – die Rettung in der ersten Spielzeit unter Christian Eichner.

Dieses Jahr haben wir die Fürther allerdings an einem weitaus weniger wichtigen Spieltag zu Gast. Und dass der Gegner jetzt der Reizvollste der Liga wäre, möchte ich nicht behaupten. Während man sich zu Saisonbeginn auf manchen Auf- und Absteiger, auf Derbys und Hassduelle im Wildpark freut, weckt die Aussicht auf das Spiel gegen das Kleeblatt keine großen Emotionen. Es ist mittlerweile das meistgespielte Duell der zweiten Liga. Ein Superlativ der Langeweile.

Aus der Not könnte man das Spiel angesichts dieses Rekordes zum Traditionsduell verklären, aber ganz ehrlich, wir würden uns in die Tasche lügen.

Sollten wir nicht vielmehr die Schönheit suchen, die in der Ödnis unseres Aufeinandertreffens verborgen liegt? Mitten in einer Saison, in der zwischen Aufstiegsträumen und Abstiegsängsten nur wenige Wochen lagen. Nach all dem Auf und Ab, nach Hoffnung und Frust, hilft vielleicht ein bisschen Greuther-freies Fürth für die Seele, etwas Zweitliga-Routine für das empfindsame KSC-Herz? Spiele ohne Leiden! Lasst uns einfach das fünftausendste Spiel gegen die Spielvereinigung sehen, in dem es um fast nichts mehr geht. Es darf gerne so aufregend werden, wie der halbjährliche Reifenwechsel. Und können wir bitte einfach trotzdem gewinnen?

Peter Dittmann

Unsere Demo – DER FUSSBALL IST SICHER!

Die ersten zwölf Minuten des Heimspiels gegen Elversberg herrschte im Wildparkstadion völlige Stille – wie auch in allen anderen Stadien an diesem Wochenende. Mit dieser Aktion machten die Gegengerade Karlsruhe – gemeinsam mit dem gesamten Stadion – ihren Protest gegen die von der Innenpolitik geplanten Maßnahmen zur angeblichen Erhöhung der Stadionsicherheit sichtbar. Der Protest fand jedoch nicht nur im Stadion statt, sondern begann bereits im Vorfeld der Partie:

Ein sichtbares, lautes und starkes Zeichen des Protests setzte unsere Demonstration in Karlsruhe, an der rund 4.000 Fans teilnahmen. Die Veranstaltung verlief ruhig, geordnet und wurde von mehreren inhaltlich starken Beiträgen begleitet, die das Anliegen von uns Fußballfans eindrucksvoll unterstrichen.

Im Folgenden könnt ihr die Rede von Marco Fuchs noch einmal im Wortlaut lesen:

Liebe Fußballfans,
liebe Gegengerade,
liebe Menschen, die den Fußball leben!


Nach der beeindruckenden Demonstration in Leipzig am vergangenen Sonntag – bei der Tausende Fans ein kraftvolles Zeichen für den Erhalt unserer Fankultur gesetzt haben – tragen wir diesen Protest heute auch in unsere Stadt.
Nach Karlsruhe – die Stadt des Rechts!

Warum sind wir hier?
Weil wir der Politik – und insbesondere den Innenministerinnen und Innenministern von Bund und Ländern – die Rote Karte zeigen!
Wir sind hier, weil wir nicht akzeptieren, dass eine gewachsene, vielfältige, gelebte Fankultur durch überzogene sicherheitspolitische Fantasien ausgehöhlt wird.
Wir sind hier, weil wir uns nicht zum Versuchslabor für freiheitseinschränkende Maßnahmen machen lassen.
Und wir sind hier, weil Millionen friedliche Fans nicht länger als Problem behandelt werden dürfen, nur weil sie Fußball lieben.

Wir demonstrieren heute friedlich, laut und klar – gegen die geplanten Maßnahmen der Innenministerkonferenz.
Wir demonstrieren, weil wir wissen:
DER FUSSBALL IST SICHER!

Und trotzdem fragen „Sicherheitsfanatiker“ immer wieder:
Warum seid ihr gegen neue Sicherheitsmaßnahmen?

Die Antwort ist einfach:
WEIL DIE FUSSBALLSTADIEN SCHON HEUTE SICHER SIND!

Und das ist nicht nur ein Gefühl, sondern Fakt.
Die offiziellen Statistiken – auch die der Zentralen Informationsstelle Sport der Polizei – zeigen seit Jahren:
• Die Zahl der Verletzten sinkt.
• Die Zahl der Straftaten sinkt.
• Und im Vergleich zu anderen Großveranstaltungen wie bspw. dem Oktoberfest, sind Fußballspiele der ersten drei Ligen deutlich sicherer.

Trotzdem werden Pläne verfolgt, die nicht nur überzogen, sondern einfach nur grotesk sind:
Personalisierte Tickets!
KI-Gestützte Gesichtserkennung!
Zentralisierte, politisch kontrollierte Stadionverbote!

Das sind Maßnahmen, die alle Stadionbesucherinnen und -besucher pauschal unter Generalverdacht stellen.
Die unsere Grundrechte beschneiden.
Die ein Problem lösen sollen, das es in dieser Form überhaupt nicht gibt.

Und genau deshalb sagen wir:
Das lassen wir uns nicht gefallen!

Die Rote Karte geht an Innenminister Thomas Strobl – und an seine Kolleginnen und Kollegen bundesweit.
Wir fordern Herrn Strobl auf:
Beenden Sie diese Pläne!
Reden Sie nicht über uns – reden Sie mit uns!
Suchen Sie den Dialog mit den Menschen, die Woche für Woche in den Stadien stehen, die diese Kultur tragen, die Fußball in Deutschland einzigartig machen.
Statt Misstrauen brauchen wir Unterstützung.
Statt Überwachung brauchen wir soziale Arbeit.
Statt pauschaler Verdächtigungen brauchen wir echte Partnerschaft.

Was wäre wirklich zielführend?
• Fanprojekte stärken – dauerhaft, planbar, solide finanziert.
• Die soziale Fanarbeit unterstützen – mit klaren Strukturen und einem echten Zeugnisverweigerungsrecht.
• Die Menschen fördern, die jeden Tag dafür arbeiten, dass Fußballstadien sichere Orte bleiben.

Das sind die Maßnahmen, die wirklich wirken.
Das sind die Maßnahmen, die die positive Entwicklung der letzten Jahre fortsetzen.
Das sind die Maßnahmen, die unsere Fankultur schützen – nicht zerstören.

Liebe Leute:
Wir sind viele, wir sind laut, wir sind friedlich.
Wir sind Fußballfans – und wir stehen zusammen.

Für Freiheit.
Für Fankultur.
Für einen Fußball, der allen gehört.

Vielen Dank!

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